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Pressemitteilung | 2 February 2021

Jahresausblick 2021: Positive Entwicklungen dank weniger Corona und mehr Kooperation

  • Auf Jahressicht erwartet HQ Trust per Saldo steigende Aktienkurse – bei weiterhin hoher Volatilität
  • Aktien und Gold bleiben ein wichtiger Bestandteil des Portfolios
  • Alternative Anlagen sollten auch in Zukunft Illiquiditätsprämien im Vergleich zu börsennotierten Investments erzielen

Die Weltwirtschaft dürfte im laufenden Jahr die Belastungen durch die Pandemie überwinden und wieder auf Erholungskurs einschwenken, wobei HQ Trust mit einem Wachstum von rund 5 Prozent rechnet. Für die deutliche Gegenbewegung sprechen laut Chefökonom Dr. Michael Heise mehrere Gründe. „Die Verfügbarkeit verschiedener Impfstoffe und die Lerneffekte bei der Pandemiebekämpfung lassen erwarten, dass die Bedrohung durch das Virus nachlässt.“ Zudem geht er davon aus, dass es nach der coronabedingten Zwangspause der Wirtschaft einen globalen Nachholbedarf beim Konsum von Waren- und Dienstleistungen gibt, der zumindest teilweise nachgeholt werden dürfte.

Mit Blick auf die Regierungen und Zentralbanken erwartet Dr. Michael Heise, dass diese weiterhin eine sehr expansive Politik betreiben werden. Fragen rund um die Folgen dieser Entscheidungen dürften im Jahr 2021 noch verdrängt werden. „Zu groß ist die Sorge, dass den hohen gesellschaftlichen Kosten in Form von Arbeitslosigkeit und Einkommensverlusten, welche die Coronakrise schon mit sich gebracht hat, weitere hinzugefügt werden könnten“, sagt der Ökonom.

Gute Perspektiven für die Börsen, die Risiken erscheinen beherrschbar

Bei der Abwägung von Chancen und Risiken im Börsenjahr 2021 kommt HQ Trust zu dem Schluss, dass die Chancen überwiegen. „Die Gefahr von Handelskriegen ist zwar nicht gebannt, aber durch die Abwahl Donald Trumps doch deutlich reduziert“, sagt Chefökonom Heise. Bei den ökonomischen Risiken könnte vor allem ein schnellerer Preisniveauanstieg für Unruhe sorgen: Höhere Rohstoffpreise und eine Überwälzung von pandemiebedingten Kostensteigerungen könnten die Geldentwertung im globalen Maßstab vorübergehend anziehen lassen. „Angesichts noch freier Kapazitäten und hoher Arbeitslosigkeit ist es aber nicht wahrscheinlich, dass daraus bereits 2021 ein inflationärer Prozess wird, der die Notenbanken zum Umdenken zwingen könnte“, so Dr. Michael Heise.

Aktien und Gold bleiben wichtige Bestandteile des Portfolios

„Auf Jahressicht erwarten wir in unserem Basisszenario steigende Aktienkurse“, sagt Marcel Müller, Leiter des Portfoliomanagements von HQ Trust. Angesichts hoher Bewertungen könnte es zwischenzeitlich jedoch zu begrenzten Korrekturen kommen, die Volatilität wird generell erhöht bleiben. Gold dient in Zeiten üppiger Geldversorgung und hoher Verschuldung weiterhin als gute „Versicherung“ gegen Krisen.

„Zinsen für Anleihen von Schuldnern hoher Bonität werden auf niedrigen Niveaus verharren, eine positive Realrendite ist mit diesen Anlagen kaum zu erwarten“, sagt der Kapitalmarktexperte. Riskantere Schwellenländer- und Hochzinsanleihen sind bei höherem Risiko etwas attraktiver. „Allerdings sind auch hier die zu erwartenden Renditen im Vergleich zur Vergangenheit unterdurchschnittlich“, so Marcel Müller.

Alternative Anlagen bieten Investoren auch weiterhin Illiquiditätsprämien

„Im Bereich Private Equity befinden sich die Unternehmenspreise zwar auf hohem Niveau, sie liegen durchschnittlich bei Einstand aber unter den Bewertungen vergleichbarer Aktien“, sagt Jochen Butz, Geschäftsführer von HQ Trust und Leiter des Bereichs Alternative Investments. „Der Fokus auf Unternehmen und Sektoren mit hohen Wachstumserwartungen sowie der direkte Einfluss auf die Unternehmensstrategie lassen auch in Zukunft einen 2- bis 3-prozentigen Renditeaufschlag zu Aktien erwarten.“

Im Bereich der privaten Kreditvergabe an Unternehmen – Private Debt – herrscht vor allem bei der Finanzierung von Investitionen und Akquisitionen hoher Kapitalbedarf. Hier sind für erstrangige Finanzierungen attraktive Nettorenditen von rund 4 bis 5 Prozent erzielbar. Am Immobilienmarkt sind Renditen für solide Immobilien in guten Lagen („Core“) nur noch niedrig einstellig. „Bei etwas höherem Risiko halten wir Investments in sogenannte ‚Core+‘ oder ‚Value-Add-Immobilien‘ für attraktiver“ so Jochen Butz.

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Pressekontakt:
HQ Trust
Jochen Mörsch
Leiter Interne & Externe Kommunikation
Telefon: (0211) 311979-25
E-Mail: jochen.moersch@hqtrust.de

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